Presseecho

24.10.2011

Nachbericht Konzert 2011

Stehende Ovationen für body'n soul „All Saints“

Schönbrunn/Burgebrach - Weder das Ohr noch das Auge kamen beim jüngsten Konzert des Leistungschores body'n soul „All Saints“ aus Schönbrunn zu kurz. Abwechslungsreich, mitreißend und begeisternd, so könnte man die Darbietung in drei Worten beschreiben.

Gleich zu Beginn bot der Chor mit seinem Dirigenten Dr. Gunther Werthmann dem Publikum einen Ohrenschmaus. „Open up my heart“ stimmte mit dem einleitenden Zwiegesang von Bettina Dietz und Tobias Hachinger den ersten, überwiegend ruhigen Teil des Abends ein. Die stellenweise bis zu acht-stimmigen Gospels „His eye is on the sparrow“, „We shall walk“ sowie „Wade in the water“ demonstrierten die große Stimmgewalt des kleinen Chores. Bei „From a distance“ und dem Psalm 23, stellten Bettina und Matthias Dietz sowie Carolin Hollet an der Querflöte, ihr Können unter Beweis. „Higher and higher“, ein Stück, das unter anderem aus dem Wahlkampf von Barack Obama bekannt ist, animierte durch kleine choreographische Einlagen, ehe der nach britischer Meinung „wohl beste Song, den es je gab“, das „Halleluja“ einfühlsam von Tobias Hachinger vorgetragen wurde. Durch die Lichteffekte wurde das Gänsehautgefühl dabei verstärkt.

Auf Neuland begab sich der Chor bei den beiden Stücken „Walk a mile“ und „Engel“. Ersteres war ein vier-stimmiges Arrangement ausschließlich für das Männerregister, das den Textinhalt, die Welt mal aus der Sicht seines Nachbarn zu sehen, indem man in dessen Schuhe schlüpft, gekonnt präsentierte. Bei „Engel“ von Rammstein ergriffen die 13 Frauen das Wort und zeigten das eher im Metall-Bereich eingestufte Stück von einer ungewohnt jungfräulich klingenden Seite. Richtig schwungvoll ging es mit Bruce Springsteens „The rising“ und dem Weltklassiker „It's raining men“ auf der Bühne weiter. Hier spürte man regelrecht wie der 22-köpfige Chor und die vierköpfige Band harmonierten. Perfekt waren die a-capella Passagen mit den instrumental begleiteten Partien abgestimmt. Ebenso bei dem aktuellen Radiohit „Mercy“ von Aimee Duffy, die auf der Bühne von Alexandra Nikolay als Solistin verkörpert wurde. Etwas ruhiger, dennoch sehr anspruchsvoll, war „A whiter shade of pale“. Der Chor imitierte die bekannte Melodie originalgetreu, während Bernhard und Michael Selig die Strophen hervorragend interpretierten. Einen ganz anderen Charakter griff der Chor bei dem kanonartigen Stück „America“ auf. Die Glorifizierung Amerikas wurde hier den Zuhörern sehr gut vermittelt. Wie wichtig Freundschaft ist, zeigten die Texte von „That's what friends are for“ und „Bridge over troubled water“, bei denen Christoph Hollet als Solist eine gesonderte Rolle zukam. Als im Bass angesiedelter Sänger, bewies er sein Stimmpensum auch für die höheren Lagen. Viel Applaus gab es bei der wohl schönsten Liebeserklärung „You are so beautiful“ von Joe Cocker. Die Sängerinnen und Sänger gaben die sehr anspruchsvollen Harmonien ohne jegliche Dissonanz zu ihrem Besten. Anna Hager-Nikolay trug mit ihrer beeindruckend klaren Stimme als Solistin wesentlich zum Erfolg dieses Stückes bei. Besonderes Augenmerk galt den beiden Bandmusikern Hermann Schäfer an der Bass-Gitarre sowie Oliver Lederer am Piano mit „Walking in Memphis“. Gesungen von Lederer lieferten die beiden mit ihrem Instrument eine nahezu CD-reife Leistung ab. Das ergreifendste Stück des Abends war zweifellos das aus dem Radio bekannte „Africa“ von Toto, das den lang herbeigesehnten Regen in Afrika preist. Bevor es mit dem eigentlichen Lied losging, wurde der langsam einsetzende Regenfall inklusive Gewitter unter der Regie des Tenors Matthias Hager auf der im roten Dämmerlicht beleuchteten Bühne mittels schnipsen und klatschen täuschend echt nachgeahmt. Bei der Überleitung durften sich die beiden Damen am Schlagwerk, Theresa Stark und Eva Leyh, verausgaben und ließen mit ihren Rhythmen afrikanisches Flair in der Steigerwaldhalle aufkommen. Auch hier mischten sich die Band und der Gesang akustisch so gut, dass im Anschluss noch eine Zugabe verlangt wurde. Ohne zu zögern kam das Publikum den Aufforderungen Hagers nach und half bei der Nachahmung des Regenfalls mit lautem Geprassel mit.

Nicht zu Unrecht hat Georg Hollet, Bürgermeister und 1. Vorstand des Gesangvereins der Gemeinde Schönbrunn, den unbegrenzten Tatendrang sowie die Kreativität des Chores gelobt. Die Vielseitigkeit hat der Chor einmal mehr durch seine Moderation aus den eigenen Reihen bewiesen. So wurde durch Anna Hager-Nikolay, Carolin Hollet, Bernhard Selig und Frank Scheller informativ, witzig und improvisierend durch das Programm geführt.

Nächster Auftritt: Magnificat am 12./13.11.2011

Wer bei dem auf Spenden basierenden Konzert nicht dabei sein konnte, der hat die Möglichkeit, den Chor bereits am 12.11.11 um 18 Uhr in der Abteikirche Ebrach zu hören oder am 13.11.11 um 17 Uhr in der Konzerthalle in Bamberg. Zusammen mit dem Kreisauswahlorchester unter der Leitung von Josef Gentil sowie mit diversen Chören des Landkreises dirigiert von Wolfang Reh, wird body’n soul „All Saints“ an dem großen Werk „Magnificat“ teilnehmen. Karten gibt es beim BVD, der Sparkasse Ebrach oder beim Chorvertreter Matthias Dietz. Weitere Informationen dazu gibt es auch im Internet unter www.bodynsoul-allsaints.de.




20.10.2011

2.Konzert in der Steigerwaldhalle Burgebrach

2. Konzert in der Steigerwaldhalle Burgebrach




09.11.2009

Spendenübergabe an Peter Maffay

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